Redaktion: Dr. Holland, soeben kommen Sie zurück von Ihrem Dreh mit SAT 1 Frühstücksfernsehen. Was war Ihr Interviewthema?
Dr. Holland: Das Interviewthema bezog sich auf die häufigsten Mythen rund ums Auge.
Redaktion: Was versteckt sich hinter „Mythen rund ums Auge?“
Dr. Holland: Dahinter verstecken sich Annahmen, die sich sehr hartnäckig über viele Generationen hinweg halten und dabei im Bezug auf den Wahrheitsgehalt häufig alles andere als stimmig sind. Und die gibt es auch in der Augenheilkunde.
Redaktion: D.h., es gibt tatsächlich mythenhafte Aussagen, die die weitergetragen werden und die einfach falsch sind. Was sind die drei bekanntesten Mythen?
D. Holland: Eine der Mythen rund um das Augenlicht findet sich im Bereich der Computerarbeit. Sie besagt, dass bei stundenlangem Sehen auf den Bildschirm oder bei langem Lesen die Sehkraft nachlassen und somit die Augen einen Schaden erleiden können. Es ist zwar richtig, dass die Augen ermüden und auch brennen oder tränen können, falsch ist dabei allerdings, dass es zu einer Belastung oder Beeinträchtigung der Sehkraft kommt.
Redaktion: Was kann man im Fall brennender, geröteter oder auch tränender Augen nach oder an einem langen Tag vor dem Computer gutes für seine Augen tun?
Dr. Holland: Hilfreich ist, wenn man die Augen zwischendurch immer mal auf etwas anderes fokussiert, d.h. wenn man den Blick auch mal z.B. aus dem Fenster schweifen lässt und somit der Abstand der Augen zum Rechner verändert wird. Ein wenig Massage der geschlossenen Lider wird von den Augen als genauso angenehm empfunden, wie das Verwenden künstlicher Tränen.
Redaktion: Ist denn dann auch ein Mythos, dass Lesen im Halbdunkeln den Augen schadet?
Dr. Holland: Ja, das passt im Prinzip gut dazu, auch dies ist als Mythos zu bezeichnen. Im Dunkeln können die Augen zwar nicht so viel Licht empfangen und müssen sich stärker anstrengen, Schaden nehmen die Augen davon aber nicht. Mögliche Kopfschmerzen und Rötungen entstehen aufgrund von Müdigkeit und verschwinden schnell wieder.
Redaktion: Immer wieder Thema ist auch der Zusammenhang zwischen Augengesundheit und Ernährung. Hier wird stets darauf hingewiesen, dass das Essen von Nahrungsmitteln, die einen hohen Vitamin A-Gehalt aufweisen, die Augen fit und gesund erhalten soll. Wie steht es damit?
Dr. Holland: Generell sind Vitamine und speziell das Vitamin A für die Augen und den Organismus wichtig. Ein Mangel an Vitamin A führt zu einer Nachtblindheit. Vitamin A nimmt der Körper mit der Nahrung auf, vorwiegend über Fleisch, Fisch und Milchprodukte. Karotten, in denen das Provitamin A nachgewiesen wurde, müsste man aber kiloweise essen, um einen Mangel auszugleichen. Trotzallem sollte man selbstverständlich auf eine gesunde, frische und ausgewogene Ernährung achten. Das ist für einen gesunden und leistungsstarken Organismus grundsätzlich unabdingbar.
Redaktion: Vielen Dank, Dr. Holland! Verraten Sie uns jetzt auch noch den Sendetermin Ihrer Aufzeichnung für das SAT 1 Frühstücksfernsehen?
Dr. Holland: Selbstverständlich! Mehr zu Mythen und deren Wahrheitsgehalt sehen Sie am 4. November einmal gegen 7 Uhr und dann noch einmal gegen 9 Uhr auf SAT 1.
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